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Bayerische Mittelständler erwarten neue Geschäftschancen in Südosteuropa

München (17. März 2005)

Neue Geschäftschancen in Südosteuropa erwarten sich über 150 bayerische Unternehmer, die an dem Nachfolgekongress zum Deutschen Weltbankforum „Die Weltbank und die International Finance Corporation in Südosteuropa – Geschäftschancen auch für mittelständische Unternehmen“ am 16. März 2005 in München teilgenommen haben. In Workshops, Seminaren und Einzelgesprächen erläuterten Experten, welches Auftragspotential weltbankfinanzierte Entwicklungsprojekte bieten und wie sich Unternehmen um Aufträge aus solchen Projekten bewerben können.

Die Aussichten sind offenbar gut: Bei Infrastrukturmaßnahmen sowie in den Bereichen Gesundheit und Medizintechnik, in denen bayerische Unternehmen hohe Kompetenz besitzen, ist in den kommenden Jahren in Südosteuropa mit verstärkten Investitionen, besonders im Privatsektor zu rechnen, so der Tenor der Fachleute. Die International Finance Corporation bietet sich dafür als besonders kompetenter und erfahrener Partner an.

Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu betonte die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit der Weltbankgruppe insbesondere in Südosteuropa: „Bayern hat hier die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt. Unsere aktive Partnerschaft mit der Weltbankgruppe und den Institutionen der Region ist für alle Seiten von Vorteil. Wir werden auch weiterhin aktiv gemeinsam Projekte vorantreiben.“ Bereits heute pflegt die Wirtschaft im Freistaat enge Handelsbeziehungen mit den südosteuropäischen Ländern: So wurden in den ersten drei Quartalen des Jahres 2004 Waren und Dienstleistungen im Wert von 1,2 Milliarden Euro dorthin ausgeführt.

Der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Randolf Rodenstock, zeigte sich zuversichtlich, dass bayerische Firmen als „Profi-Partner“ der Weltbank zu „Win-Win-Partnerschaften“ und zur Entwicklung eines robusten Mittelstandes in diesen Regionen beitragen können. Der Präsident der IHK für München und Oberbayern, Erich Greipl, betonte gegenüber den Unternehmern jedoch, dass es bei solchen Geschäftsbeziehungen auch darum gehe, die Regionen durch Technologie und Know-how voran zu bringen und zu stabilisieren.

Der Kongress ist die logische Konsequenz des 7. Deutschen Weltbankforums im vergangenen Mai in München und verfolgt das Ziel, die bayerischen Unternehmen mit Investitionen und Auftragschancen vertraut zu machen. Die Konferenz wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und der Industrie- und Handelskammer (IHK) für München und Oberbayern in Zusammenarbeit mit der Weltbank und der International Finance Corporation (IFC) veranstaltet.