Melden Sie uns Ihre Handelsprobleme!

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Handelshemmnisse können in zwei Gruppen eingeteilt werden: Zum einen in die tarifären Handelshemmnisse durch die Erhebung von Zöllen und zum anderen in nichttarifäre Handelshemmnisse. Darunter fallen z.B. technische Vorschriften, industrielles Sicherheitsrecht, Lebensmittelrecht, Zertifizierungsvorschriften, Zulassungsbedingungen für KfZ, etc. Das Ergebnis dieser Hemmnisse sind doppelte Zulassungs- und Prüfungsprozeduren mit hohem Zeit- und Kostenaufwand und nicht selten unterschiedliche Produktvarianten. TTIP soll eine Harmonisierung beziehungsweise gegenseitige Anerkennung bestehender Normen, Standards und Zertifizierungen auf den Weg bringen. Außerdem sollen Strukturen einer regulatorischen Zusammenarbeit geschaffen werden, die es ermöglichen, auf neuen Technologiefeldern künftig gemeinsame Standards zu setzen.

Auch aus unserer eigenen aktuellen, über den DIHK bundesweit durchgeführten Umfrage "Going International", an der sich auch zahlreiche bayerische Unternehmen beteiligt haben, wird deutlich, dass TTIP eine große Bedeutung für die Unternehmen hat. Die Umfrage ist die größte deutsche Umfrage bei auslandsaktiven Unternehmen und liefert seit 2005 jährlich ein repräsentatives Bild des internationalen Engagements der mittelständischen deutschen Unternehmen. So betreibt etwa die Hälfte der befragten Unternehmen (47%) Handel mit den USA und die breite Mehrheit davon gibt an, mit Handelshemmnissen konfrontiert zu sein. Die Erwartungen und Prioritäten der Unternehmen an TTIP sind dabei die Folgenden (Top 5): Einfache Ursprungsregeln (90%), einfachere und transparentere Zollabwicklung (89%), Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse (88%), regulatorische Zusammenarbeit (86%), Abbau von Zöllen (85%).

TTIP und darüber hinaus: Sollten Sie bei Ihren internationalen Geschäften auf Handelshemmnisse stoßen, wird der Europäischen Kommission oft der Schwarze Peter zugeschoben. Oft ist sie aber gar nicht die Schuldige und würde Ihnen gerne helfen. Deshalb ist die Kommission an Ihren konkreten Erfahrungen interessiert und möchte Ihre Meinung hören. Gestalten Sie so europäische Politik mit! Bitte teilen Sie uns Ihre Probleme mit dem Download-Formular "SME-Feedback" mit.  Wir geben die gemeldeten Fälle anonym an die Europäische Kommission und entsprechenden Fachreferate dort weiter.

Sie können der Europäischen Kommission Ihre aktuellen Hemmnisse auch direkt mitteilen. Auf der Market Access Database der Europäischen Kommission können Sie zum einen Zoll- und Umsatzsteuersätze des Empfangslandes, anfallende Gebühren sowie Einfuhrbestimmungen und notwendige Dokumente in englischer Sprache recherchieren. Zum anderen können Sie dort aber auch Ihre Handelshemmnisse der Europäischen Kommission direkt mitteilen.

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