Starkes Interesse an Erneuerbaren Energien in Ghana

Starkes Interesse an Erneuerbaren Energien in Ghana

Berlin (01.03.2016) - Das Westafrikanische Land Ghana befindet sich nach Angaben der deutschen Energieagentur dena derzeit in einer der akutesten Energiekrisen seiner Geschichte. Tägliche Stromausfälle von bis zu mehreren Stunden belasten nicht nur Privathaushalte, sondern auch die Industrie und das produzierende Gewerbe Ghanas erheblich.

Um den wachsenden Energiebedarf des Landes zu decken, hat die ghanaische Regierung umfassende Förderinstrumente für Erneuerbare Energien entwickelt: die neue Net Metering Regulierung sowie ein gesetzlich geregelter Einspeisetarif sollen zur Erreichung des ambitionierten Ziels der Deckung von 10 Prozent des nationalen Stromverbrauchs bis 2020 durch Erneuerbare Energien beitragen. Insbesondere im industriellen Sektor ist die Versorgung mit Erneuerbaren Energien, auch in der Verbindung mit Energiespeichern, häufig die wirtschaftlich sinnvollere Alternative zu Dieselgeneratoren.

Um sich über den ghanaischen Markt und die Projektmöglichkeiten vor Ort zu informieren besuchten am 18.01.2016 über 65 kleine und mittelständige Unternehmen aus den PV- und Bioenergiebranchen die Veranstaltung „Erneuerbare Energie in der Industrie in Ghana“, die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Kooperation mit der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Ghana im Rahmen des Projektentwicklungsprogrammes (PEP) der Exportinitiative Erneuerbare Energien (EEE) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) organisiert und durchgeführt wurde.

In neun Fachvorträgen wurden verschiedene Themengebiete rund um Solar- und Bioenergie für die Industrie in Ghana vorgestellt und diskutiert. Die Themen reichten von der Vorstellung der neuen Zielmarktanalyse über die Möglichkeiten zur Entwicklung bankfähiger Stromabnahmeverträge in Ghana sowie den Potentialen für Erneuerbare Energien in der ghanaischen Industrie bis hin zu konkreten Erfahrungen beim Markteintritt. Weiterhin wurden die Finanzierung und Absicherung von Investments von Fachpersonen präsentiert. In den Pausen nutzen die zahlreichen anwesenden Unternehmen und Fachleute die Zeit, um neue Kontakte zu knüpfen.

Vom 18. bis 22. April 2016 haben interessierte deutsche Unternehmen die Möglichkeit, im Rahmen einer AHK-Geschäftsreise nach Ghana zu reisen, sich vor Ort ein Bild des Marktes zu machen und potentielle Endkunden zu treffen.

Kontakt: Geschäftsstelle Exportinitiative Erneuerbare Energien im BMWi, ‎(030) 18 615 - 7386