Nigerias Infrastrukturbudget leidet unter fallendem Ölpreis

Nigerias Infrastrukturbudget leidet unter fallendem Ölpreis

Lagos (23.02.2016) - Stark sinkende Ölpreise sorgen in Nigeria für deutlich rückläufige Staatseinnahmen. Der Spielraum der nigerianischen Regierung bei der Finanzierung von Infrastrukturprojekten geht damit nach Angaben von Germany Trade & Invest (gtai) zurück.

Der Bedarf in dem mit circa 180 Mio. Einwohnern sehr dicht besiedelten Land bleibt jedoch immens. Die Regierung wird daher noch stärker als in der Vergangenheit bemüht sein, private Investoren für den Ausbau der Infrastruktur zu finden.

Bereits in den letzten etwa acht Jahren gab es in Nigeria viel Bewegung. In Bereichen wie Energie oder Transport kam es zu diversen öffentlich-privaten Partnerschaften oder auch rein privaten Investitionen. Für Unternehmen aus dem Ausland ist Nigeria in diesem Bereich ein riesiger und zudem noch weitgehend unerschlossener Markt. Interessant werden derartige Projekte dann, wenn die Rahmenbedingungen seitens der Regierung stimmen und hohe Einnahmen aus dem laufenden Geschäft das Risiko minimieren. Deutsche Unternehmen treten bislang zwar als Zulieferer, jedoch nicht als Investor oder als Betreiber im Infrastrukturbereich auf.

Energie

Investitionen für den Elektrizitätssektor werden für Nigerias Regierung in den kommenden Jahren höchste Priorität haben. Diese sollen vor allem von privater Seite erfolgen. Die größte Volkswirtschaft Afrikas verfügt Mitte 2015 in etwa über eine installierte Kapazität von 13.300 MW. Davon sind gerade einmal 6.100 MW betriebsbereit. Der tatsächliche Energiebedarf liegt bei einem Vielfachen. Da kein Strom aus dem Netz kommt, stehen im Land hunderttausende von Dieselgeneratoren, die den Strom zu extrem teuren Bedingungen produzieren. Anders als zum Beispiel in Ghana sind diese kein Notfall-Backup, sondern der Hauptversorger mit Strom.

Immer noch auf dem Weg ist die 2012 eingeleitete radikale Privatisierung und Liberalisierung des Stromsektors. Diese ermöglicht privaten Unternehmen bereits jetzt, Kraftwerke zu bauen und zu betreiben. Privates Kapital fließt derzeit in den Bau und Betrieb von kleineren Gaskraftwerken - bisher von der Kapazität jedoch ein Tropfen auf den heißen Stein. Themen wie Erneuerbare Energien und Energieeffizienz stecken in Nigeria noch in den Kinderschuhen. Fotovoltaik könnte im Norden Nigerias zum Einsatz kommen - sowohl fürs Netz als auch dezentral.

Den kompletten Artikel finden Sie unter diesem Link.

Quelle: gtai