Kenia hinkt beim Kraftwerksbau hinterher

Kenia hinkt beim Kraftwerksbau hinterher

Nairobi (20.01.2016) - Vor zwei Jahren hatte Kenias neue Regierung von Präsident Uhuru Kenyatta versprochen, bis 2016 insgesamt 5.000 MW an neuer Kraftwerksleistung ans Netz zu bringen, um die nationale Versorgungskapazität auf 6.708 MW zu puschen.

Damit sollten mehr Haushalte an das Stromnetz angeschlossen und die Grundlage für industrielles Wachstum gelegt werden. Geschafft hat die Regierung nach Angaben von Germany Trade & Invest (gtai) bislang allerdings nur eine Steigerung um 586 MW auf insgesamt 2.294 MW.

"Wir sind fest auf Kurs", beteuert Energiestaatssekretär Joseph Njoroge, verzichtet aber auf nähere Erläuterungen. Derweil ist das "5000+MW by 2016 Project" von einem "Kenya Vision 2030 Programme" vereinnahmt worden, in dem nun von 5.000 MW "bis 2017" die Rede ist. Trotz der Verlängerung ist die Umsetzung höchst unrealistisch.

Mehrere Vorhaben sind in Schwierigkeiten. Einerseits gibt es Streitigkeiten um entsprechende Grundstücke für den Bau von Kraftwerken, andererseits fehlt es an Geld. Der Bau des 2 Mrd. US$ teuren 981,5-MW-Kohlekraftwerk in Lamu verzögerte sich beispielsweise immer wieder, vornehmlich wegen Umsiedlungsmaßnahmen und Einsprüchen unterlegener Ausschreibungsteilnehmer. Nach letztem Stand soll 2016 mit dem Bau begonnen werden und das Werk 2019 ans Netz gehen. Bauherr ist die Amu Power Co., ein Joint-Venture von Gulf Energy, Centrum Investments und der Power Construction Corp. of China. Vom Bau eines zweiten, gleichgroßen Kohlekraftwerks "bis 2017" ist aktuell nichts mehr zu hören.

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(Quelle: gtai)