Afrika wird immer bedeutsamer für den Maschinen- und Anlagenbau

Afrika wird immer bedeutsamer für den Maschinen- und Anlagenbau

Nürnberg (10.9.2015) - Afrika ist ein Wachstumsmarkt und das Subsahara-Gebiet wird dabei für Exporte immer bedeutender. Das bestätigt auch die Maschinenbau-Branche. Innerhalb eines Jahrzehnts stiegen die Lieferungen nach Afrika um fast zwei Drittel. Dabei werden seit 2010 in die Subsahara-Länder mehr Maschinen exportiert als nach Nordafrika.

Afrika steht als Exportmarkt zunehmend im Interesse von Investoren und Unternehmen. Aus Sicht des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus hat sich der Kontinent in den vergangenen 10 Jahren erfreulich entwickelt: Die Maschinenlieferungen sind seit 2005 um 65 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen.

Insgesamt machen Maschinen und Anlagen aus Deutschland etwa 20 Prozent der deutschen Exporte nach Afrika aus. „Afrika kann ohne Zweifel als Wachstumsregion betrachtet werden, mit attraktiven Marktpotenzialen. Das gilt insbesondere für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau, der mit hoher Produktqualität und mit Lösungs-Know-how in Afrika gefragt ist. Allerdings sind die 54 afrikanischen Staaten im Hinblick auf Größe, Bevölkerung, Entwicklungsstand, Politik und Wirtschaft sehr unterschiedlich, was eine Detailbetrachtung notwendig macht“, sagt Reinhold Festge, Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Diese Aspekte werden in dem Factbook „Wachstumsregion Afrika – Perspektiven für den deutschen Maschinenbau“, die vom VDMA und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Zusammenarbeit mit dem Handelsblatt Research Institute erstellt wurde, beleuchtet.

Am stärksten nachgefragt sind Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Ihr Anteil an den deutschen Maschinenexporten beträgt 12 Prozent (2014). Es folgen Bau- und Baustoffmaschinen mit 11 Prozent sowie Produkte der Fördertechnik mit 9 Prozent Anteil an Maschinenexporten aus Deutschland. Großes Interesse besteht zudem an deutscher Antriebstechnik (7,2 Prozent) sowie an Allgemeiner Lufttechnik (6,0 Prozent).

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(Quellen: VDMA/iXPOS)