Afrikas neuer Riese Nigeria muss Kurs halten

Afrikas neuer Riese Nigeria muss Kurs halten

Abuja (09.02.2016) Will Nigeria mehr ausländische Investoren anziehen, muss das Land nach Einschätzung von Rima Al-Tinawi, Afrika-Expertin des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen verbessern sowie Reformen und Infrastrukturinvestitionen in Gang bringen.

"Das rohstoff- und bevölkerungsreiche Land bietet deutschen Unternehmen interessante Geschäftsmöglichkeiten", sagte Al-Tinawi der Nachrichtenagentur dpa. 2016 wolle der nigerianische Staat 25 Milliarden US-Dollar in Energie und Transport investieren.

Anlässlich der Reise von Bundespräsident Joachim Gauck, der am 8. 2. 2016 in Begleitung einer Wirtschaftsdelegation nach Nigeria aufgebrochen ist, befasst sich der DIHK in der jüngsten Ausgabe von "International Aktuell" im Detail mit den Potenzialen und Herausforderungen, die der westafrikanische Staat für deutsche Unternehmen birgt.

Und die sind erheblich, ist Nigeria doch mit rund 180 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas, der größte Erdölexporteur des Kontinents und Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner in Subsahara-Afrika. Die Pläne des 2015 gewählten Präsidenten, Muhammadu Buhari, sich für mehr Diversifizierung und den Infrastrukturausbau einzusetzen, um die Abhängigkeit Nigerias von den Erdölausfuhren zu mindern, gehen deshalb laut DIHK in die richtige Richtung.

Um die Rahmenbedingungen für deutsche Investoren auf diesem interessanten Markt zu verbessern, schlägt der DIHK der Bundesregierung vor,

  • geeignete Finanzierungs- und Absicherungsinstrumente bereitzustellen, um ein Engagement deutscher Unternehmen in Nigeria zu vereinfachen,
  • sich für eine Verbesserung der Sicherheitslage, eine effizientere Verwaltung sowie für die Bekämpfung von Korruption einzusetzen und
  • bei der Regierung Nigerias die Aufhebung der Devisenbeschränkungen anzumahnen.

(Quelle: DIHK)