Rückblick 2011
Über 100 Teilnehmer haben beim 5. Ost-West-Forum Bayern in Regensburg teilgenommen.
Schwerpunktländer der diesjährigen Großveranstaltung der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim und des Außenwirtschaftszentrums Bayern waren Russland, Polen, Kroatien und Aserbaidschan. Eröffnet wurde das Forum von Bayern Europaministerin Emilia Müller.
Neben Vorträgen über die Investitionschancen in diesen Ländern gab es Workshops, in der Länder- und Außenwirtschaftsexperten über die Marktbedingungen referierten. Highlight bei jedem Workshop waren die Unternehmer-Berichte, die Einblicke über Erfahrungen und Erfolge beim Gang auf neue Auslandsmärkte boten.
Die Vorträge und Berichte des Tages finden Sie rechts im Anhang zum Download.
Osteuropa bietet aktuell wieder sehr gute Geschäftschancen für bayerische Unternehmen. Die Experten gehen davon aus, dass dieses Jahr Rekordwerte im Außenhandel mit dynamischen Ländern in dieser Region erzielt werden, vor allem mit den Ländern mit hohen Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts und hohen Rohstoffeinnahmen. Russland, Polen, Kroatien und Aserbaidschan standen deshalb beim 5. Ost-West-Forum am 23. Mai in Regensburg im Fokus. Mit über 100 Teilnehmern war die Veranstaltung voll ausgebucht. Die Veranstaltung wurde vom Außenwirtschaftszentrum Bayern unter Federführung der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim und mit Unterstützung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums organisiert.
Bayerns Europaministerin Emilia Müller machte in der Konferenz klar: „Die Länder Osteuropas sind Premium-Partner für bayerische Unternehmen.“ Jetzt müssten diese Märkte intensiv bearbeitet und die Kooperationen aufgebaut werden. Mit Unternehmerreisen, Messebeteiligungen und dem Programm „Go international“ bieten die Bayerische Staatsregierung und die Kammern konkrete Unterstützung. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes forderte: „Der Aufschwung im Osten ist da. Jetzt geht es darum, die neue Geschäftschancen zu identifizieren, die notwendigen Informationen zu beschaffen und Kontakte herzustellen.“ Unter dem Motto „Den Aufschwung im Osten nutzen!“ bot das 5. Ost-West-Forum Bayern Fachvorträge und Länder-Workshops zu Marktentwicklung und Rechtsfragen an. 15 Experten standen dafür zur Verfügung.
“Deutschland ist laut Staatspräsident Medwedjew der Wunschpartner Russlands“, machte Michael Harms, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer in Moskau, klar. Gepuscht durch die wieder stark steigenden Öl- und Gaseinnahmen baue Russland seine Industrie aus. Russland sei mit voraussichtlich mehr als 4 Prozent Steigerung des Bruttoinlandsprodukts wieder klar auf Wachstumskurs. Besonders expansiv sind aktuell der Autosektor, die Logistik und IT. In naher Zukunft will die russische Regierung Milliarden in Energieprojekte, den Ausbau der Infrastruktur mit Schwerpunkt Verkehrswesen, das Gesundheitswesen sowie in den Aufbau weiterer Schlüsselindustrien - wie Auto, Telekommunikation, Nahrungsmittelverarbeitung - investieren.
Das große Nachbarland Polen sei schon während der Wirtschaftskrise der Fels in der Brandung gewesen, formulierte Michael Kern, Chef der Deutschen IHK in Polen. „Polen startet mit seinen 40 Millionen Einwohner durch“. Und Kern weiter: Polen habe aktuell mit + 4 Prozent die höchste Wirtschaftsdynamik unter den neuen EU-Staaten. Seit dem EU-Beitritt 2004 habe sich das bayerisch-polnische Handelsvolumen fast verdoppelt. Wachstumsfelder bieten vor der Verkehrswegeausbau, Umwelttechnologie, Energieeffizienz und Medizintechnik. Dynamisch werde sich auch der Bau entwickeln, insbesondere durch die Fußballeuropameisterschaft 2012 in Polen / Ukraine.
„Kroatien erhofft sich durch den geplanten EU-Beitritt im Jahr 2013 einen Wachstumsschub“, sagte Dr. Peter Presber, Leiter der Deutschen IHK in Zagreb. Kroatien biete einen nahe liegenden und perspektivreichen Markt, auf dem deutsche Produkte hohes Ansehen genießen. Kroatien sei auch ein interessanter Tourismus-, Dienstleistungs- und Produktionsstandort mit gut ausgebildeten Fachkräften und einer verkehrsgünstigen Lage an den transeuropäischen Verkehrskorridoren.
Aserbaidschan ist durch den Gewinn des Eurovision Song Contest schlagartig bekannt geworden. „Aber Aserbaidschan bietet mehr“, so Florian Schröder, Leiter des Deutsch-Aserbaidschanischen Wirtschaftsfördervereins. Aserbaidschan ist ein Boom-Land, es ist der Wachstumsmotor am Kaspischen Meer. Deutsche Produkte - technische wie Konsumgüter - seien begehrt. Das Qualitätssiegel „Made in Germany“ zähle dort sehr viel.
Verfasser
Anhänge
- Erfahrungsbericht Aserbaidschan
- Den Aufschwung im Osten nutzen
- Erfahrungsbericht Kroatien
- Erfahrungsbericht Polen
- Erfahrungsbericht Polen 2
- Erfahrungsbericht Russland
- Erfolgreich exportieren und investieren in Polen
- KROATIEN Erfahrungen und Tipps für den Markteinstieg
- KROATIEN Geschäftschancen in der Nachbarschaft
- Kurzfristige Absicherung & Finanzierung von Exportgeschäften mit ausgewählten CEE-Staaten
- Markteintritt Aserbaidschan - Zukunftspotentiale
- Polen: Human Resources als Erfolgsfaktor im Auslandsgeschäft
- Russland auf dem Weg zur Modernisierung
- Russland: Zoll- und Logistikprobleme lösen
- Wachstumsmarkt Polen







