25. Juli 2007 - 'Exportland Bayern: Grenzenlos erfolgreich'

So war`s am 25. Juli in Starnberg, IHK-Gremium Starnberg
  • Zum Abschied noch einmal mit Vollgas ins Exportgeschäft
  • Zum Abschied noch einmal mit Vollgas ins Exportgeschäft
    So konnte man die letzte „Exportland-Bayern“-Veranstaltung in Oberbayern, diesmal in Starnberg auf einen Punkt bringen. Nach Grußworten von Gastgeber Jürgen Müller von den Pari-Werken Starnberg sowie Walter Essler, dem Vorsitzenden des IHK-Gremiums Starnberg und Dr. Lothar Semper, dem stv. Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für München und Oberbayern, brachten Frank Dollendorf von der IHK für München und Oberbayern und Barbara Peinel von der Handwerkskammer für München und Oberbayern den zahlreich erschienenen, oberbayerischen Zuhörern zum vorerst letzten Mal in diesem Jahr das 1x1 des Exportgeschäfts näher. Danach beehrte Dr. Thies Claussen, Leiter der Abteilung Außenwirtschaft und Standortmarketing des Bayerischen Wirtschaftsministeriums die Veranstaltung mit einem Vortrag über Fördermöglichkeiten durch den Freistaat oder den Bund.
  • Zum Abschied noch einmal mit Vollgas ins Exportgeschäft
    Nach einer Pause regierte dann ein interessanter Gegensatz das Geschehen:
    Andreas Röpert von der erst kürzlich gegründeten Interactive Wear AG und Jürgen Müller von den alteingesessenen Pari-Werken, beide aus Starnberg, berichteten über ihre Exporterfahrungen.
    Die Interactive Wear AG, gegründet 2005, beschäftigt ca. zehn Mitarbeiter, die auf die Herstellung von Kleidung mit elektronischen Komponenten spezialisiert sind.
  • Zum Abschied noch einmal mit Vollgas ins Exportgeschäft
    Nach einem Schnellstart in den Exporterfolg beliefert sie mittlerweile Kunden aus zehn Ländern mit Produkten wie Laufwesten mit integriertem Mp3-Player, aktiv beheizbaren Handschuhen oder Taschen mit integrierten Solarzellen. Röpert betonte, dass das Siegel „Made in Bavaria“ oder „Made in Germany“ ein „sehr guter Einstiegspunkt bei Kunden“ sei und hob vor allem zwei wichtige Punkte hervor: zunächst brauche man „erfahrene Marktteilnehmer“ und dann müsse man natürlich „die Sprache sprechen und die Kultur kennen“. So ließen sich Geschäfte viel leichter machen. Zudem legte er Wert darauf „schneller und besser zu sein als die anderen“ um dadurch Businessvorsprünge vor der Konkurrenz zu erarbeiten. Damit lässt sich das Erfolgskonzept für den Export der Interactive Wear AG mit den wichtigsten Punkten Innovativität, Produktqualität, Kommunikation und Schnelligkeit zusammenfassen.
  • Zum Abschied noch einmal mit Vollgas ins Exportgeschäft
    Im Gegensatz dazu ist die Pari GmbH bereits ein routinierter und lang erfolgreicher Exporteur, der 1906 gegründet wurde und seitdem Medizintechnik für Atemwegserkrankungen herstellt. Die ersten Exporte liefen noch zu den näheren europäischen Nachbarn Frankreich und Schweiz durch Handelsvertreter vor Ort, während jetzt zunehmend die Märkte in den USA und im fernen Osten in den Mittelpunkt rücken. Nach Jürgen Müller nahm der Export hier seinen Anfang, indem sie „mit eigenen Leuten in die Märkte gingen und Belegschaft vor Ort rekrutierten“. Das Auslandsgeschäft wurde mit in Deutschland verdientem Geld finanziert, d. h. ohne zusätzliches Kapital aufzunehmen. Trotz aller Exporterfolge und Globalisierung werden fast alle wertschöpfenden Prozesse immer noch im eigenen Haus abgedeckt, so dass die Aussage „das Auslandsgeschäft sichert die Arbeitsplätze im Inland“ auf Pari „auf jeden Fall zutrifft!“ wie Müller erklärte. Die Voraussetzungen für den Erfolg definierte Müller so: es sei ein „langes Durchhaltevermögen nötig, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen“, man solle „nur nicht mit niederer Qualität in Ländern vertreten sein, sondern mit gleicher Qualität wie in Deutschland“ und man brauche Mitarbeiter vor Ort, die die Landessprache können. Außerdem sei es wichtig, sich selber im jeweiligen Exportland zu bewegen und dort Kontakte aufzubauen.
  • Zum Abschied noch einmal mit Vollgas ins Exportgeschäft
    Damit setzen die beiden Unternehmer einen „sehr erfolgreichen Schlussakkord“ in Starnberg wie Walter Essler abschließend zusammenfasste und alle Beteiligten konnten sich mit viel neuen Informationen zum Exportgeschäft und etwas Wehmut von 8 höchst interessanten „Exportland“-Veranstaltungen in Oberbayern in den Feierabend verabschieden.