11. Juli 2007 - 'Exportland Bayern: Grenzenlos erfolgreich'

So war`s am 11. Juli in Rosenheim, IHK-Gremien Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen-Miesbach
  • Export ist, wenn einen Wirbelstürme und unechte Scheichs nicht aufhalten!
    Export ist, wenn einen Wirbelstürme und unechte Scheichs nicht aufhalten!
    Sehr interessante Geschichten und Anekdoten bekamen die Zuhörer im Verlauf der Veranstaltung „Exportland Bayern – grenzenlos erfolgreich!“ im Kultur+Kongresszentrum Rosenheim über den Export zu hören. Nach den Begrüßungen durch Sebastian Bauer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Rosenheim und Elmar Karrer, Leiter des Bildungszentrums Rosenheim der Handwerkskammer für München und Oberbayern, starteten Barbara Peinel von der Handwerkskammer für München und Oberbayern und Dr. Manfred Gößl von der IHK für München und Oberbayern mit dem 1x1 des Exportgeschäfts voll durch. Barbara Hirsch vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gabTipps und Informationen über Fördermöglichkeiten im Export durch den Freistaat Bayern.
  • Export ist, wenn einen Wirbelstürme und unechte Scheichs nicht aufhalten!
    Nach einer kurzen Pause übernahmen zwei waschechte Exportprofis das Ruder: Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Kathrein von der Kathrein Werke KG und Hans Lemke von der Ridco GmbH, beide aus Rosenheim, erzählten von ihren Erfahrungen mit dem Auslandsgeschäft.
    Kathrein, der seit nunmehr 35 Jahren äußerst erfolgreich Mobilfunkantennensysteme anbietet, macht etwa zwei Drittel seines Umsatzes im Ausland und sagt von sich selber, dass er „ohne Ausland nicht überleben könnte“.
  • Export ist, wenn einen Wirbelstürme und unechte Scheichs nicht aufhalten!
    Zunächst stellten sich ihm jedoch vielfältige Hindernisse in den Weg, die er mit „viel Geduld und Zeit“ schließlich überwand. Und auch Glück, so erhielt er in den USA und Kuba beispielsweise Schützenhilfe durch verschiedenste Wirbelstürme, die alle Antennen außer seine Eigenen wegfegten, was schließlich die erfolgreiche Marktöffnung für ihn zur Folge hatte. Damit unterstrich er auch gleich seinen Ausspruch, dass die heimischen Unternehmen auf den internationalen Märkten „mit reinem Preisargument schon lange nicht mehr konkurrenzfähig“ seien, allein „Qualität zählt!“. Das Selbe gilt für Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und Termintreue. Dazu solle man nicht überheblich, „nicht als Heilsbringer“ auftreten. Die gute Qualität birgt leider auch Risiken, z. B. bauen in China mittlerweile sieben Firmen seine Antennen mit dem Logo „following Kathrein-Design“ nach! Trotzdem ist Kathrein „auf der Welt zu Hause, in Bayern daheim“ wie der Leitspruch seiner Firma heißt.
  • Export ist, wenn einen Wirbelstürme und unechte Scheichs nicht aufhalten!
    Hans Lemke, der modernste Sicherheitstechnologie u. a. in die arabischen Emirate vertreibt, hat auch den Veranstaltungsort Kultur+Kongresszentrum sowie diverse Parkhäuser in Rosenheim ausgestattet. Er geriet eher zufällig in den Export, als er einen Freund nach Dubai begleitete mit der Aussicht etwas Urlaub zu machen und weniger Geschäftskontakte zu knüpfen aber „roch hier Lunte.“ Er fuhr wieder hin – konnte Lösungen bieten, die zwar teuerer waren aber andere nicht hatten und bekam Aufträge. Seine Erfahrungen? „Geduld, Geduld und nochmals Geduld“ und man solle sich im Klaren sein wer wirklich wichtig ist denn „jeder scheint ein Scheich zu sein, oder kennt einen...“. So sei es außerdem gut allgemein erst etwas über die Märkte und die Mentalitäten zu lernen und im Bezug auf Partner „nicht gleich den ersten Fisch zu nehmen, sondern warten und auf das Bauchgefühl zu vertrauen“. Zudem solle man viel in Kontakte investieren und: „Wer nicht vor Ort ist, macht auch kein Geschäft!“. Lemke empfahl den Teilnehmern die arabische Welt als Markt, denn dort werde deutsche Qualtität und deutsches Know-How sehr geschätzt und zudem sei man wesentlich beliebter als die Konkurrenten aus den USA. Fazit der Veranstaltung: Im Exportgeschäft sollte man sich nicht von Wirbelstürmen und unechten Scheichs aufhalten lassen!