So war´s: Neuburg an der Donau

Neuburg - Nur 12 Stunden nach der Export-Tournee Bayern 2010/11 in Holzkirchen wurde am 22.02.2011 schon das nächste Ziel angefahren: Neuburg-Schrobenhausen.

Zu der Veranstaltung waren 34 Unternehmer gekommen, um sich über das 1x1 des Exportgeschäfts zu informieren.

Landrat Roland Weigert eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Grußwort: „Ich heiße Sie ganz herzlich willkommen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Es freut mich, dass wir heute Gastgeber sein dürfen, denn Export ist auch bei uns im Landkreis ein wichtiges Thema.“

Als Einstieg in die Veranstaltung verdeutlichte Hartmut Beutler, stellvertretender Vorsitzender des IHK-Gremiums Neuburg – Schrobenhausen, mit ein paar Zahlen über den Export in der Region die steigende Wichtigkeit des Auslandsgeschäfts. Barbara Peinel, Leiterin der Abteilung Außenwirtschaft der Handwerkskammer für München und Oberbayern, bestätigte diesen Trend auch für das Handwerk.

Wie wichtig die Kenntnisse über den Zielmarkt sind und über welche Themen und Voraussetzungen man sich im Vorfeld Gedanken machen sollte, verdeutlichten Friedhelm Forge, IHK München, und Dietmar Schneider, Handwerkskammer München, in einem knapp zweistündigen Programm mit den aktuellsten Zahlen und Fakten sowie mit vielen anschaulichen Beispielen.

Auch ein Vertreter des Freistaats Bayern war gekommen: Jürgen Weithas vom Bayerischen Wirtschaftsministerium informierte die Teilnehmer über die bayerischen Fördermöglichkeiten für den Einstieg in das Exportgeschäft. Neben dem Programm „Go International“, den Delegations- und Unternehmerreisen, ist das Messebeteiligungsprogramm, das von Bayern International organisiert wird, besonders beliebt.

Aus dem Export-Nähkästchen plauderten anschließend drei erfolgreiche Exporteure aus der Region. Den Anfang machte Herbert Fährrolfes, Geschäftsführer der Metawell GmbH aus Neuburg a. d. Donau: „Wir passen zwar mit unserem Produkt in eine Nische, aber es gibt dennoch weltweit Nachahmer. Deshalb muss man immer einen Schritt voraus sein, denn die anderen Länder holen immer schneller auf. Eine unserer Erfolgsstrategien: Wir haben uns einfach an große Kunden rangehängt und wurden somit ins Ausland mitgezogen.“

Als zweiter Exporteur kam Johann Lanzinner, Geschäftsführer der Xaver Grünwald GmbH aus Neuburg a. d. Donau, auf die Bühne: „Sehr wichtig ist der Kontakt zum Kunden, beispielsweise über Messen, sonst ist es nicht so einfach, sein Produkt zu verkaufen. Ein großes Problem ist oft die fremde Sprache. Englisch reicht immer öfter nicht mehr aus, um Geschäfte abzuwickeln. Muttersprachler als Mitarbeiter helfen dabei, diese Hürde zu umgehen.“

Christian Hoppe, Geschäftsführer der Kettlitz-Chemie GmbH & Co. KG aus Rennertshofen, gab den Teilnehmern folgenden Rat: „Vor allem über Messen und den daraus resultierenden Kontakten konnten wir den europäischen Markt sehr schnell erobern. Mein Tipp an Sie ist: Unterhalten Sie sich mit anderen Unternehmen, die in einem ähnlichen Bereich tätig sind wie Sie. Das hat uns sehr geholfen, da wir so viele neue Kontakte, zum Beispiel zu guten Handelsvertretern, knüpfen konnten.“

Nach einer kleinen Diskussionsrunde zwischen Teilnehmern, Unternehmern und Experten, in der die Fragen der anwesenden Unternehmen beantwortet und diskutiert wurden, lud das IHK-Gremium noch zu einem kleinen Imbiss ein.