So war´s: Asien-Pazifik-Forum Bayern 2017

Nürnberg (06.07.2017) - One belt – one Road – das war der am häufigsten genannte Begriff beim diesjährigen Asien-Pazifik-Forum Bayern 2017 am Mittwoch in der Fürther Stadthalle. Der Begriff meint die Initiative „One Belt, One Road“, mit der die Zentralregierung Chinas die Seidenstraße als internationalen Transportweg wiederbeleben will und die mit der wöchentlichen Zugverbindung von Chengdu bis nach Nürnberg schon realisiert ist. Durch diese Initiative soll China über sechs Land- und Seeverbindungen besser mit Europa und Afrika verbunden werden. „Die One Belt Intitiative trägt zur Intensivierung der Zusammenarbeit unserer Länder bei“, betonte  auch Gastreferent Ren Yoa, Bezirksbürgermeister von Shenzhen, der Partnerstadt Nürnbergs. Es ist eine große Erleichterung und Riesen-Chance für kleine und mittlere Unternehmen, im asiatisch-pazifischen Raum zu investieren. Genau darum ging es beim Asien-Pazifik-Forum Bayern 2017.

  • Eine der größten Veranstaltungen dieser Art
    Eine der größten Veranstaltungen dieser Art
    Das Asien-Pazifik-Forum Bayerns wird vom Außenwirtschaftszentrum Bayern und der IHK für Nürnberg für Mittefranken ausgetragen und fand bereits zum 13. Mal statt. Es zählt zu einer der größten Veranstaltungen zum Thema Außenhandel in Deutschland. 350 Besucher haben sich in Panels mit Vorträgen und Interviews sowie Einzelgesprächen mit Experten der deutschen Auslandshandelskammern Asien-Pazifiks informiert. Parallel dazu fand im Foyer des Veranstaltungsorts, der Fürther Stadthalle, eine Ausstellung mit Asien-Pazifik-Dienstleistungen und Projekten statt. Partnerland war in diesem Jahr die Philippinen.
  • Freihandel ist Herzensangelegenheit
    Freihandel ist Herzensangelegenheit
    In seinem Grußwort versicherte Staatssekretär Franz Josef Pschierer vom Bayerischen Wirtschaftsministerium , dass Bayern sich für Freihandelsabkommen zwischen der EU und asiatischen Ländern weiter einsetzen werde. „Der Freihandel mit allen Teilen der Welt ist uns eine Herzensangelegenheit.“ US-Präsident Trumps protektionistische Wirtschaftpolitik lehne er ab. Zudem kündigte Pschierer die Einrichtung neuer bayerischer Repräsentanzen im Iran, Westchina und Südkorea an, die bayerischen Unternehmen mit Experten vor Ort zur Verfügung stehen, ihnen Kontakte vermitteln und sie so bei der Erschließung neuer Exportmärkte unterstützen.
  • Partnerland Philippinen
    Partnerland Philippinen
    Besonderer Schwerpunkt des Forums lag in diesem Jahr auf dem Partnerland Philippinen, das mit ihrem Wirtschaftsminister Ramon Lopez und einer Unternehmerdelegation vertreten waren. Lopez stellte die Wirtschaftsdynamik in seinem Land heraus und betonte die guten Investitionsbedingungen. Nach Angaben Peter Kompalla, Geschäftsführer der Deutsch-Philippinischen Industrie- und Handelskammer,sind bereits 150 deutsche Firmen auf den Philippinen wirtschaftlich tätig. Stark ist das Land u.a. für das produzierende Gewerbe im Bereich Elektronik. Und: „Die Bevölkerung ist gut ausgebildet und größtenteils englischsprachig, das macht die Philippinen auch für den Bereich Outsourcing etwa von Finanzbuchhaltung interessant.“
  • Partnerland Philippinen
    Natürlich war auch der stark umstrittene "Anti-Drogen-Krieg“ der Regierung von Präsident Duterte ein Thema. Wirtschaftsminister Lopez rechtfertigt das harte Vorgehen, das Sicherheitsgefühl werde damit gesteigert, die Kriminalität sei deutlich gesunken. Peter Kompalla: „Es gibt bislang keine deutsche auf den Philippinen tätige Firma, die sich wegen des Anti-Drogen Kampfes zurückgezogen hat. Doch eine Unsicherheit sei zu spüren, manche Mitgliedfirmen des AHK müssen sich erklären, so Kompalla. Aber genau jetzt sei es an der Zeit, wo deutsche Unternehmen mit ihrem hohen sozialen Verantwortungsgefühl einen Beitrag zum sozialen Leben des Landes und der Sozialen Marktwirtschaft leisteten.+++
  • Lesen Sie hierzu auch das Interview mit Peter Kompalla!
    Lesen Sie hierzu auch das Interview mit Peter Kompalla!
    Nürnberg (Juli 2017) Am 05. Juli fand das 13. Asien-Pazifik-Forum Bayern in der Stadthalle Fürth statt. Partnerland in diesem Jahr waren die Philippinen. Peter Kompalla, Geschäftsführer der Deutsch-Philippinischen Industrie- und Handelskammer verrät, warum sich Investitionen derzeit umso mehr lohnen.