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So war´s: Monumento, der internationalen Fachmesse im Bereich „Handwerk und Denkmalpflege“

So war´s: Monumento, der internationalen Fachmesse im Bereich „Handwerk und Denkmalpflege“

Salzburg (30.01.2014) - Die internationale Fachmesse für Denkmalpflege Monumento in Salzburg ist eine relativ junge Messe, erstmals wurde sie 2012 organisiert. 2014 ging sie in die zweite Runde und wieder zeigten sich die Organisatoren zufrieden.

Mitte Januar kamen über 2.400 Fachbesucher nach Salzburg, um sich über die Arbeit der 180 Aussteller aus acht Nationen, meist Handwerksunternehmen, zu informieren.
Die große Herausforderung der Denkmalpflege ist, die kulturelle Identität einer Region zu bewahren. Das Handwerk verfügt über die nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten, um diese Aufgabe zu erfüllen. Darum ist die Monumento vor allem eine Leistungsschau für Handwerksunternehmen, die sich auf Denkmalpflege spezialisiert haben. Die Besucher der Monumento konnten darum auf der Fachmesse drei Tage lang traditionelle Handwerkstechniken wie Kunstschmiedearbeiten, Vergoldung, die Herstellung von Stuckmarmor oder Restaurierungen im Schreinerhandwerk studieren.
 
Wichtige Akteure auf der Fachmesse waren neben den Ausstellern aus dem Handwerk auch die Verantwortlichen aus den staatlichen Denkmalschutzbehörden, des österreichischen Bundesdenkmalamtes, der Südtiroler Landesdenkmalpflege, des Denkmalamtes der Slowakei, des Denkmalinstituts für Tschechien und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege.
 
Beratungsstrategien für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im Bereich der Denkmalpflege
 
Auf Initiative des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) gab es auf der Monumento 2014 erstmals einen vom Bundeswirtschaftsministeriums geförderten deutschen Firmengemeinschaftsstand. Auf dem Messestand präsentierten sich 25 Aussteller, davon 16 Aussteller aus Bayern. Dazu gab es eine Reihe begleitender Maßnahmen. Ein wichtiger Teil der bayerischen Präsenz war das Informationszentrum AlpBC. Dahinter steht ein durch die EU gefördertes Programm, dessen Leitung die Handwerkskammer für München und Oberbayern hat. Schwerpunkte der AlpBC sind „Planungs- und Beratungsstrategien für nachhaltige Entwicklung und geschlossene Wirtschafts-Kreisläufe im Alpenraum“.
 
Bayern Handwerk International veranstaltete während der Monumento das Seminar „Denkmalpflege überwindet Grenzen – Neue Märkte für Restauratoren im Handwerk“. Experten aus dem Bereich der Denkmalpflege in Deutschland, Österreich, Italien und Tschechien informierten die 50 Teilnehmer über Marktchancen in den europäischen Nachbarländern. Aus der Praxis berichteten drei Handwerksmeister: Markus Pecoller aus Bruneck, Bernd Jäger, Präsident der Bundesvereinigung Restaurator im Handwerk e. V., und Hubert Labisch, Sprecher der Landesgruppe Bayern und Baden Württemberg des Vereins Restaurator im Handwerk e. V.
 
Der Monumento werden weitere Projekte folgen: Im Rahmen des Markterschließungsprogramms 2014 des Bundeswirtschaftsministeriums  organisiert die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer in Zusammenarbeit mit Bayern Handwerk International im Juni 2014 eine Geschäftsanbahnungsreise für Handwerksunternehmen nach Tschechien. Schwerpunkte sind die Bereiche Bauwirtschaft und Bauhandwerk – Renovierung, Restaurierung und Denkmalschutz. Zum gleichen Thema plant die Handelskammer Deutschland-Schweiz in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern im zweiten Halbjahr 2014 eine Reise in die Schweiz.
 
Die Fachmesse Monumento geht im Januar 2016 in die dritte Runde, auch dann wird es wieder eine deutsche Gemeinschaftsbeteiligung geben.