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Deutsche Außenwirtschaft erhält 2014 Rückenwind

Deutsche Außenwirtschaft erhält 2014 Rückenwind

Berlin (16.01.2014) - Die Zeichen für eine Belebung der Außenwirtschaft in diesem Jahr stehen gut. Das zeigt die jetzt vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgelegte Umfrage "Going International" unter 2.500 auslandsaktiven Unternehmen mit Sitz in Deutschland.

Die Unternehmen blicken zuversichtlich in das Jahr 2014", fasste DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Ergebnisse gegenüber der Tageszeitung "Die Welt" zusammen. Der DIHK erwarte, dass der Export, der 2013 nur um ein Prozent zugelegt hatte, 2014 um vier Prozent wachsen werde.

Als "wichtige neue Entwicklung" bezeichnete Treier das Ende der Rezession in Europa. Die Unternehmenseinschätzungen machten hier im Vergleich der weltwirtschaftlichen Regionen den größten Sprung nach vorn. Hinzu komme die Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer und die weiter steigende Zuversicht in den USA.

Der DIHK-Außenwirtschaftschef sah allerdings auch Gründe, "reichlich Wasser in den Wein zu gießen": So träfen die Unternehmen bei ihren grenzüberschreitenden Geschäften auf immer mehr Barrieren. 34 Prozent der Betriebe hätten in Fortsetzung des Trends von einer Zunahme der Handelshemmnisse im Jahr 2013 berichtet. "Geschäfte in Milliardenhöhe gehen damit verloren", beklagte Treier. Immerhin sei bei der Welthandelsrunde in Bali ein Schritt nach vorn gelungen. "Hier kann das Motto nur lauten, weitermachen und nicht auf dem Kompromiss ausruhen."

Mit den USA über eine tiefgreifende Freihandelszone zu sprechen, sei richtig, betonte Treier. "Mehr als 60 Prozent der außenwirtschaftlich aktiven Unternehmen erachten eine Übereinkunft für wichtig oder sogar sehr wichtig. Vor allem Unternehmen, die bereits mit Nordamerika geschäftliche Verbindungen haben, erhoffen sich einen Schub."

Mit Blick auf Europa berichtete der DIHK-Außenwirtschaftschef, die Mehrzahl der deutschen Betriebe habe ihr Investitionsengagement in den Peripheriestaaten aufrechterhalten. Angesichts der anziehenden wirtschaftlichen Entwicklungen und der gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit kämen sogar Erweiterungsinvestitionen wieder verstärkt in Betracht – vereinzelt auch Übernahmen.

Derzeit planen knapp 14 Prozent der generell auslandsaktiven Unternehmen, sich im Süden Europas deutlich verstärkt mit Investitionen zu engagieren", so Treier. "Das sind erste gute Zeichen." Er warnte jedoch davor, zu früh in Jubel auszubrechen: "Noch immer ist der Weg aus der Krise anfällig für Rückschläge. Der Weg hin zu einem wettbewerbsfähigen Europa ist noch immer weit."

Die Studie finden Sie hier zum Herunerladen.