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Tschechien: Neu gewählter Ministerpräsident Milos Zeman auf Europakurs

Tschechien: Neu gewählter Ministerpräsident Milos Zeman auf Europakurs

München (07.02.2013) -

Als gute Nachricht für Europa wertet IHK-EU-Fachmann Alexander Lau von der IHK München die Wahl von Milos Zeman in das tschechische Präsidentenamt. Anstelle der harschen Kritik des noch bis Anfang März 2013 amtierenden Präsidenten Vaclav Klaus, kündigt Zeman eine verstärkte Hinwendung nach Brüssel an.
 
„Dieses Bekenntnis zur EU wichtig. Unter Zemans Staatsführung darf etwa wieder die europäische Flagge über dem Amtsitz des Präsidenten gehisst werden, wogegen sich Noch-Präsident Klaus trotz tschechischen EU-Ratsvorsitzes weigerte“, sagt Lau. Ein Ende der europäischen Isolation Tschechiens sei zu begrüßen, Wunderdinge dürften aber auch von Zeman nicht erwartet werden: Der neue Ministerpräsident hat sich zu finanziellen Hilfen für Problemländer der EU bereits ebenso kritisch geäußert wie zu EU-Bürokratie. Zudem muss Zeman laut Lau seine eigene Wirtschaft wieder auf die Beine bringen. Derzeit schwächen Sparanstrengungen der Regierung die tschechische Binnennachfrage. Öffentliche Investitionen für die Bauwirtschaft gibt es kaum. Auch die Auslandsnachfrage schwindet, selbst der Hoffnungsträger Autoindustrie stagniert. „Die Öffnung des Landes für Europa könnte einen Zuwachs an ausländischen Direktinvestitionen bringen. Davon würden indirekt auch unsere Unternehmen profitieren. Deutschland ist der mit Abstand wichtigster Handelspartner des Landes. Auch für die bayerische Wirtschaft spielt Tschechien als fünft wichtigster Einfuhrpartner eine bedeutende Rolle“, erklärt Lau.

IHK-Ansprechpartner: Alexander Lau, Tel. 089 5116-1614, E-Mail: alexander.lau@muenchen.ihk.de