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Polen attraktiver für Investoren

Polen attraktiver für Investoren

Warschau (24.04.2013) - Polen hat erneut hinsichtlich seiner Attraktivität als Investitionsstandort alle Staaten Mittelosteuropas hinter sich gelassen - das ist das Ergebnis der achten Ausgabe der Konjunkturumfrage 2013 der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer (AHK Polen), die in Zusammenarbeit mit sieben bilateralen Kammern in Polen durchgeführt worden ist.

Die Untersuchung ist auf der Grundlage von 21 Faktoren geschätzt worden, die den Zufluss ausländischen Kapitals beeinflussen. Das erreichte Ergebnis beträgt 4,87 von maximal sechs möglichen Punkten. Den zweiten und dritten Platz erreichten Tschechien mit 4,17 Punkten und die Slowakei mit 3,99 Punkten.
 
85,8 Prozent der in Polen tätigen Unternehmen erwarten, dass sich ihre wirtschaftliche Situation im nächsten Jahr nicht verschlechtern wird und fast 77 Prozent planen erhöhte oder gleichbleibende Investitionsausgaben in Polen.
 
Der größte Vorzug Polens ist weiterhin die Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Besonders wichtig ist jedoch, dass sich die entschiedene Mehrheit der Befragten sehr positiv über polnische Mitarbeiter äußert sowie ihre Qualifikationen, akademische Ausbildung, Produktivität und Motivation schätzt.
 
Auf der Grundlage einer Skala von 1 bis 5 Punkten haben Investoren die Standortfaktoren Polens gewichtet und die höchste Note erneut für die EU-Mitgliedschaft erteilt (durchschnittliche Bewertung 4,41 Punkte). Es folgten „personelle“ Faktoren wie Qualifikationen (3,81 Punkte), akademische Ausbildung (3,69 Punkte) sowie Produktivität und Motivation der polnischen Mitarbeiter (3,54 Punkte). Außerdem gut bewertet worden sind die Qualität und Verfügbarkeit örtlicher Zulieferer, die politische und gesellschaftliche Stabilität, die Verfügbarkeit qualifizierten Personals, die Lohnkosten, die Bedingungen für Forschung und Entwicklung, die Zahlungsmoral polnischer Geschäftspartner sowie die Verfügbarkeit öffentlicher und EU-Fördermittel.
 
Am schlechtesten bewertete Standortfaktoren in Polen sind das Steuersystem und die Steuerbehörden, die öffentliche Verwaltung sowie die Transparenz bei der Vergabe öffentlicher Aufträge.
 
Von den 151 an der Konjunkturumfrage 2013 teilnehmenden Unternehmen gehörten 64,4 Prozent einem internationalen oder inländischen Konzern an. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen haben angegeben, einen Exportanteil an den Erlösen von bis zu 20 Prozent zu besitzen. Andererseits betrug der Anteil des Exports am Umsatz bei jedem zehnten der Investoren 80 bis 100 Prozent. Die Branchenstruktur gestaltete sich ähnlich wie im vergangenen Jahr. 52,3 Prozent der Firmen gehörten dem Dienstleistungssektor an, 18,8 Prozent dem Handel, 15,4 Prozent repräsentierten die verarbeitende Industrie, 11,4 Prozent die Bauwirtschaft sowie 2,0 Prozent den Bereich Energie, Wasserversorgung und Abfallentsorgung.