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Iraker vertrauen Produkten "made in Germany"

Iraker vertrauen Produkten 'made in Germany'

Hannover (25.03.2013) - Auf die guten Geschäftsmöglichkeiten, die der Irak deutschen Exporteuren trotz schwieriger Rahmenbedingungen bietet, hat Steffen Behm, Referatsleiter Nordafrika, Nah- und Mittelost beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), jetzt in einem Zeitungsinterview hingewiesen.

Hier das Gespräch mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" ("HAZ") im Wortlaut

"HAZ": Am Irak-Krieg nahm Deutschland nicht teil. Ist es jetzt beim Wiederaufbau dabei?

Steffen Behm: Die deutsche Wirtschaft profitiert stark vom Wiederaufbau des Landes. Seit dem Regimewechsel 2003 sind unsere Exporte dorthin um das Sechsfache gestiegen – auf 1,3 Milliarden Euro im Jahr.

"HAZ": Woran liegt das?

Behm: Die Iraker bringen "made in Germany" großes Vertrauen entgegen. In den Achtzigerjahren exportierte Deutschland viele Fabrikausrüstungen in den Irak. Wenn diese nun ausgetauscht werden müssen, wenden sich die Iraker wegen der guten Qualität gern wieder an alte Lieferanten. Unter den europäischen Wettbewerbern weist Deutschland mittlerweile das größte Ausfuhrvolumen in den Irak auf.

"HAZ": Bombenterror und religiöse Konflikte machen das Land sehr unsicher.

Behm: Ja, der Irak ist ein schwieriger, aber mit 15 Prozent Wachstum auch der am stärksten boomende Markt der Region.

"HAZ": Was verkauft sich dort am besten?

Behm: Alles für Bau, Infrastruktur, Energieproduktion, Medizintechnik, Konsumgüter und Autos. Lieferung gegen Vorkasse ist üblich, denn die Finanzmittel sind da.