Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Deutsche Unternehmen halten Europa die Treue

Deutsche Unternehmen halten Europa die Treue

Berlin (26.04.2013) - Die EU-15-Staaten nehmen Platz zwei bei den Destinationen von Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen ein, direkt nach China und vor dem Aufsteiger USA. Damit bleiben die Betriebe den etablierten Märkten Westeuropas treu. Das besagt eine Umfrage des DIHK unter 2.500 deutschen Unternehmen.

Die in den Krisenstaaten angestoßenen Reformen und sinkende Kosten vor Ort machen viele Standorte allmählich wieder attraktiver. So gewinnt das Kostenmotiv bei Investitionen in den alten EU-Ländern an Bedeutung – anders als in allen anderen Weltregionen. Die bislang dort vorherrschenden Kostennachteile gegenüber Deutschland schrumpfen und machen die Standorte attraktiver. Fast jedes fünfte befragte Unternehmen will im Europa der 15 aus Gründen der Kostenersparnis investieren – so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr.

Besonders die pharmazeutische Industrie, die Textilindustrie sowie die Gummi- und Kunststoffindustrie haben den Standort Europa im Blick. Allerdings läuft das Investitionsengagement in Westeuropa noch mit angezogener Handbremse – und bleibt deutlich unter dem Durchschnitt aller untersuchten Regionen. Das ist der nach wie vor angespannten Wirtschaftslage in vielen europäischen Staaten geschuldet. Wegen der schwachen Nachfrage herrscht in diesen Regionen noch Zurückhaltung.

Das Engagement der Unternehmen in den neuen EU-Beitrittsländern von 2004 und 2007 bleibt konstant. Jeder vierte befragte Betrieb möchte in der Region investieren. Vor allem die KFZ-Zulieferer investieren in den Märkten Mittel- und Osteuropas, knapp jedes zweite befragte Unternehmen der Branche ist dort engagiert.

Insgesamt legen die Auslandsinvestitionen für das Jahr 2013 leicht zu. Allerdings stehen etliche Unsicherheitsfaktoren einem spürbaren Aufwärtstrend entgegen.

Quelle: DIHK