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Deutsch-Chilenische Rohstoffpartnerschaft vereinbart

Deutsch-Chilenische Rohstoffpartnerschaft vereinbart

Berlin/Santiago de Chile (28.01.2013) - Investitionen im gegenseitigen Interesse zu verbessern - das war ein Ziel des Gipfels der EU mit den lateinamerikanischen und karibischen Staaten. Mit Chile schloss Deutschland ein Bergbau- und Rohstoffabkommen.

Eine deutsche Messebeteiligung im Juni ist nur ein Teil der vielen Aktivitäten, mit denen die Deutsche Außenhandelskammer (AHK) Chile die beim EU-Lateinamerika-Gipfel getroffene Kooperationsvereinbarung mit Leben erfüllt.

In Begleitung einer Unternehmerdelegation war Bundeskanzlerin Angela Merkel Ende Januar nach Santiago de Chile gereist, wo die Regierungen beider Länder im Rahmen des EU-Lateinamerika-Gipfels Erklärungen zur verstärkten und strategischeren Kooperation in der Bergbau- und Rohstoffwirtschaft unterzeichneten. Vereinbart wurde auch die Realisierung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sowie Unterstützung bei der Ausbildung von Fachkräften.

Ein Thema, das auch beim Wirtschaftsgipfel auf große Resonanz stieß, war die Berufsbildung. Bei einem Fachforum "Human Capital" betonte Reinhold Festge, Vorsitzender der Lateinamerika-Initiative der Deutschen Wirtschaft, ein belastbares System für die praxisorientierte Ausbildung technischer Fachkräfte müsse "von Politik und Wirtschaft gemeinsam gestaltet und getragen werden". Dies führe zu einer Aufwertung der Facharbeiterausbildung, die letztlich ein Gewinn für alle darstelle: die Auszubildenden, die Unternehmen und letztlich den Investitionsstandort Chile.

Minister und Verbandspräsidenten des Landes betonten in Gesprächen das außerordentliche Interesse Chiles an der dualen beruflichen Bildung und den Wunsch des Andenlandes nach noch größerem deutschen Engagement. An das bei der AHK Chile eingerichtete Kompetenzzentrum für Bergbau und Rohstoffe sowie das Deutsch-Chilenische Bergbau- und Rohstoffforum werden dabei hohe Erwartungen gestellt.

Cornelia Sonnenberg, Hauptgeschäftsführerin der AHK Chile, will die Absichtserklärung zur Kooperation nun rasch mit Leben füllen: "Wir bereiten bereits einige ganz konkrete Projekte vor", berichtete sie.

So organisiert die AHK eine deutsche Beteiligung auf der Bergbaumesse Exponor (17. bis 21. Juni) im chilenischen Antofagasta. Auch ein Besuch der Unternehmen des Verbandes Deutscher Metallhändler ist angekündigt. Zudem unterstützt das AHK-Kompetenzzentrum für Bergbau und Rohstoffe konkrete Forschungs- und Entwicklungs-Projekte und Initiativen im Bereich der fachlichen Aus- und Weiterbildung.

Der Bergbau ist der dominierende Wirtschaftsfaktor in Chile. Chile ist für Deutschland ein wichtiger Kupferlieferant. Mit Investitionen ist die deutsche Wirtschaft in Chile u. a. im Lithiumabbau und im Salzbergbau engagiert. Zahlreiche deutsche Firmen spielen eine wesentliche Rolle im Zulieferbereich für den Bergbau und die Weiterverarbeitung von Rohstoffen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie / DIHK