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Europäischer Forschungsraum: Was die Mitgliedstaaten noch leisten müssen

Berlin (10.10.2013) - Doch bevor es so weit ist, müssen die Mitgliedstaaten noch einige Probleme beheben. Der Bericht "Zahlen und Fakten zum Europäischen Forschungsraum", den die EU-Kommission jetzt in Brüssel veröffentlicht hat, zeigt, wo die einzelnen Länder stehen und was sie noch verbessern müssen.

 Der Bericht zeige, dass noch viel zu tun ist, sagte EU-Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn. "Investitionen in die Forschung und Entwicklung sind unerlässlich, aber wir brauchen auch voll funktionsfähige Forschungs- und Innovationssysteme, damit wir das Geld bestmöglich nutzen können. Alle EU-Mitgliedstaaten und alle an der Forschung und der Forschungsfinanzierung Beteiligten müssen sich jetzt noch einmal ins Zeug legen, damit der Europäische Forschungsraum vorankommt.“

Nach wie vor bestehen zwischen den nationalen Forschungsprogrammen unterschiedliche Regeln, die die länderübergreifende Zusammenarbeit beeinträchtigen und den Wissenschaftlern den Zugang zu wichtigen Infrastrukturen erschweren. In manchen Mitgliedstaaten sinken die Staatsausgaben für Forschung, darunter unter anderem in Lettland, Rumänien und Großbritannien. Trotz der Krise hat Deutschland seine Ausgaben für Forschung gesteigert: 2011 flossen mehr als 75,5 Milliarden Euro in die Forschung. Damit nähert sich Deutschland dem EU-weit gesetzten Ziel, bis 2020 drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung zu investieren.

Am wenigsten hat Europa im Bereich der Gleichstellung der Forscherinnen erreicht. Nach wie vor gibt es zu wenige Frauen in der Forschung. Auch in Deutschland sind Frauen in führenden Wissenschaftspositionen immer noch unterrepräsentiert.

Noch immer werden nicht überall offene Stellen transparent und leistungsbezogen ausgeschrieben. So wird weniger als die Hälfte der Stellen nicht über das europäische Portal "EURAXESS Jobs" ausgeschrieben. Im Vergleich zu seinen Europäischen Partnern nutzt Deutschland dieses Portal, das von deutscher Seite von der Alexander von Humboldt-Stiftung betrieben wird, wenig.
Deutschland gehört zu den führenden europäischen Ländern in Wissenschaft, Forschung und Innovation angeht. Mit über einer halbe Million Forscher stellt es ein Fünftel aller forschenden Wissenschaftler in der EU.


Den Bericht finden Sie hier.

(Quelle: Vertretung der EU-Kommission in Berlin, Link: http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-851_de.htm)