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Argentinien ändert Einfuhrverfahren

Argentinien ändert Einfuhrverfahren

München (01.03.2013) - Begleitet von lautem politischem Getöse hatte Argentinien seine Einfuhrpolitik Anfang 2011 verschärft, jetzt ändert die Regierung wieder das System der nicht-automatischen Einfuhrlizenzen.

Mit Beschluss vom 25.01.2013 hat Argentinien die Einholung von nicht-automatischen Einfuhrlizenzen für eine Reihe von Produkten gekippt. Für Exporteure nach Argentinien bedeutet das, dass für eine Reihe von Waren die Einholung der vorherigen Einfuhrlizenz entfällt und somit Einfuhren nach Argentinien wieder erleichtert werden.

Außerdem teilte die argentinische Regierung mit, dass man sich nachträglich zu einem Beschluss der Mercosur-Staaten aus dem Jahre 2011 darauf verständigt hätte, die Einfuhrzölle für 100 ausgewählte Produkte auf 35 Prozent anzuheben. Dies entspricht dem WTO-Höchstsatz. Die Liste der Güter – nach Warentarifnummern aufgeschlüsselt – finden Sie auf der Seite der argentinischen Finanzbehörden unter diesem Link: www.infoleg.gov.ar.

Keine Änderungen erfolgen hingegen am bestehenden System, dass Importe per eidesstattlicher Erklärung den argentinischen Finanzbehörden gemeldet werden müssen. Neu wurde diese Vorschrift auch auf im Ausland gemietete Maschinen, Werkzeuge und andere unbewegliche Güter, mit oder ohne Kaufoption, ausgeweitet.

So erfreulich die Tendenz ist, Importe wieder vereinfacht zuzulassen, führen die neuen Manöver der Handelspolitik Argentiniens dazu, dass Exporteure mehr denn je verunsichert sind. Um über kurzfristige Änderungen informiert zu sein, empfiehlt die IHK, sich eng mit den argentinischen Geschäftspartnern abzustimmen.

Weitere Informationen: IHK für München und Oberbayern