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Zollabbau zwischen EU und Zentralamerika

Berlin (23.07.2012) - Die EU und die sechs zentralamerikanischen Länder Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama haben am Ende Juni 2012 in Honduras ein Assoziierungsabkommen unterzeichnet, das neben politischen Elementen und Kooperationsvereinbarungen weitgehende Handelsliberalisierungen vorsieht.

Das Abkommen tritt endgültig in Kraft, wenn es von allen Parteien und dem Europäischen Parlament ratifiziert ist. Die Bestimmungen über die Freihandelszone könnten schon Anfang des kommenden Jahres in Kraft treten. Damit könnten nach Berechnungen der Europäischen Kommission EU-Exporteure jährlich bis zu 90 Mio. Euro Zollgebühren sparen. Im vergangenen Jahr sind zwischen der Europäischen Union und Zentralamerika Güter im Wert von 6,7 Mrd. Euro gehandelt worden.

Zu den handelsbezogenen Aspekten des Abkommens zählen beispielsweise: Zölle für Industriegüter und Fischereiprodukte in Zentralamerika werden mit Inkrafttreten des Abkommens substantiell gesenkt und werden in weiteren Schritten vollständig abgebaut. EU-Zölle entfallen sofort. Zollsenkungen sind auch in der Agrarwirtschaft vorgesehen, aber mit Ausnahmen für besondere Produkte, z.B. Milcherzeugnisse.
Das Abkommen ist aus Sicht des DIHK ein wichtiger Beitrag zur regionalen Handelsliberalisierung und weist klare Vorteile gegenüber bilate-ralen Vereinbarungen auf. Zollverfahren und Zölle selbst werden harmonisiert, ein einziges Zolldokument wird für die ganze Region gelten.

(Quelle: DIHK News International, Juli 2012)