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Willkommen in Angola!

Willkommen in Angola!

München (12.03.2012) - Bayerische Unternehmen sind in Angola willkommen, so das Fazit des Botschafter der Republik Angola in Deutschland Alberto Correia Neto bei seinem Besuch der IHK München am Freitag.

Alberto Correia Neto informierte IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen über die wirtschaftliche Entwicklung im wachstumsstärksten Land ganz Afrikas und in welchen Branchen bayerische Technologie und Ausrüstung besonders gefragt ist. Im Gegenzug präsentierte die IHK dem Botschafter ihr aktuelles Kammerpartnerschaftsprojekt in Angola.

 
Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Bayern und Angola sind traditionell gut. Nach einer ersten Unternehmerreise der IHK im Jahr 2008 wird im Juli 2012 erneut eine bayerische Unternehmerdelegation, diesmal geleitet von Wirtschaftsstaatsekretärin Katja Hessel, nach Angola reisen. Das Handelsvolumen Bayerns mit Angola betrug im Jahr 2011 über 100 Millionen Euro. Insbesondere die Einfuhren legten aufgrund der Ölpreisentwicklung besonders stark zu. Hauptexportprodukt Angola ist Rohöl. Das Land im südlichen Afrika verfügt über die weitreichendsten Ölressourcen auf dem afrikanischen Kontinent.
 
Trotz seines Ölreichtums leidet Angola vor allem an der ungleichen Wirtschaftsstruktur. In der Nahrungsmittelproduktion und bei Elektrizität ist Angola auf Importe angewiesen. Botschafter Correia Neto betonte das Potenzial, das sich durch die Diversifizierung der Wirtschaft in den Bereichen Energie und Stromversorgung und Landwirtschaft bietet und hofft hierbei auf Unternehmen aus Bayern. Insbesondere Wasserkraft soll in Angola verstärkt ausgebaut werden. Dazu sollen neue Staudämme und Wasserkraftwerke errichtet werden. Hier wären Technologien aus Bayern ebenso erwünscht wie im Bereich Krankenhäuser und medizintechnische Ausrüstung. Landwirtschaftliche Maschinen und Anlagen würden Angola helfen, seine Abhängigkeit von Nahrungsmittelimporten zu verringern. Um die ungleiche Verteilung zwischen Stadt und Land auszugleichen, werden daher seitens der Regierung insbesondere in den entlegenen Provinzen des Landes große Anstrengungen unternommen, an die
entwickelten Zentren an der Küste des Landes anzuschließen.
 
Die IHK unterstützt mit einem eigenen Mitarbeiter vor Ort Angola beim Aufbau eines funktionierenden Ausbildungssystems. In diesem Partnerschaftsprojekt mit dem angolanischen Industrieverband AiA soll angolanischen und deutschen Firmen u.a. die Möglichkeit gegeben werden, ihr angolanisches Personal entsprechend zu schulen. Botschafter Correia Neto begrüßte die Initiative der IHK, da sie vorbildhaft für das Engagement der deutschen Wirtschaft in Angola stehe. Nur durch Bildung, so betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Driessen, könne die soziale Kluft nachhaltig verringert werden.