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So war´s: Was macht eigentlich ein EZ-Scout?

So war´s: Was macht eigentlich ein EZ-Scout?

Nürnberg (31.07.2012) - Das Förderangebot und die -Instrumente der deutschen Entwicklungszusammenarbeit standen im Mittelpunkt der Veranstaltung "Deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ)- Chancen für bayerische Unternehmen", die gemeinsam von der IHK Aschaffenburg, Coburg, Nürnberg und Würzburg am 24.07.12 in Nürnberg durchgeführt wurde.

Vertreter des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft (DEG), der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Euler Hermes Deutschland AG stellten die unterschiedlichen Möglichkeiten und Ansätze vor.

„Das BMZ hat die Förderpolitik der EZ neu justiert und als neuen Schwerpunkt die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft verankert“, so Christian Abstein vom BMZ. Um das zu unterstreichen, wurden 2011 die EZ-Scout von Minister Niebel ins Leben gerufen. Sie sollen bei Kammern und Verbänden in Deutschland eingesetzt werden, um den Firmen direkt und individuell das Unterstützungsangebot der EZ vorzustellen. Staatssekretär Hans Jürgen Beerfeltz nannte die EZ-Scout bei einer Einführungsveranstaltung 2011 beim DIHK „Niebels Machte im Förderdschungel“, da sie den Unternehmen den Weg zur EZ bahnen sollen Der EZ-Scout in Bayern ist Almuth Dörre (auch EZ-Verbindungsreferentin genannt), die beim Außenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ) in Nürnberg angesiedelt ist und von dort die Bayerischen Firmen berät. Sie hat viele Jahre in Projekten der EZ gearbeitet und sich ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut, das sie nun bayerischen Firmen zur Verfügung stellt.
 
"Ich kann die Unterstützung durch EZ-Programme bei Auslandsinvestitionen nur empfehlen", meinte Geschäftsführer Bernd Naber von der Naber Brautmoden GmbH aus Neunkirchen/Brand, der im Rahmen von developpp.de Investitionen in Schulungsmaßnahmen seiner Textilarbeiter in Albanien ko-finanziert bekam. Gleichzeitig unterstützte Naber Brautmoden die Einführung eines bislang nicht vorhandenen theoretischen und praktischen Weiterbildungsangebotes für Führungskräfte und Näherinnen der Bekleidungsindustrie in Albanien. Die aufgeführten Maßnahmen wurden durch finanzielle Mittel des BMZ ko-finanziert.
 
Gleichlautend auch der Tenor von Peter Hingott, Firma Bauer Umwelt GmbH aus Schrobenhausen. Die Firma hatte eine Ausschreibung einer Wasseraufbereitungsanlage im Oman gewonnen und musste bald feststellen, dass keine Bank willens war, einen Teil des Projektrisikos mitzutragen. Zufällig kam man mit der DEG ins Gespräch, die sich nun an der Realisierung beteiligt und sogar lokale Finanzierung ermöglichte, und dafür bürgt.
 
Die Arbeit der EZ-Scout ist zunächst auf zwei Jahre angesetzt. Aber eine Verlängerung ist nicht auszuschließen, da es bisher nur gute Erfahrungen gibt. Weitere Informationen, wie die Vorträge dieser Veranstaltung, Erfahrungsberichte und die Kontaktdaten des EZ-Scout können sie auch in der Außenwirtschaftsplattform www.auwi-bayern.de/ez nachlesen.

 

(Bildunterschrift (v. l. n. r.): Christian Hartmann, EZ-Ansprechpartner der IHK Nürnberg für Mittelfranken; Almuth Dörre, EZ-Scout in Bayern; Bernd Naber, Naber Brautmoden GmbH; René Kienast, Euler Hermes Deutschland AG; Helma Zeh-Gasser, GIZ; Christian Abstein, BMZ; Peter Hingott, Bauer Umwelt GmbH und Wilfried Röder, DEG.)