Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Schweiz: Geplante Verschärfung bei Dienstleistungen

Zürich (12.04.2012) - Der Schweizer Bundesrat hat Anfang März eine Verschärfung der Regelungen zur Personenfreizügigkeit und damit auch für selbständige Dienstleistungserbringer in der Schweiz befürwortet.

In der Vorlage vorgesehen sind insbesondere auch Neuregelungen zur Bekämpfung der Scheinselbständigkeit außerhalb der Schweiz ansässiger Dienstleistungserbringer. Es soll eine Dokumentationspflicht zum Nachweis der Selbständigkeit eingeführt werden. Bei einer Kontrolle müssen vor Ort folgende Unterlagen vorgehalten werden:

  • Kopie der Meldung bzw. Bewilligung;
  • Formular E 101;
  • Kopie des Vertrages mit dem Auftraggeber bzw. dem Besteller (liegt kein schriftlicher Vertrag vor, muss eine schriftliche Bestätigung des Auftraggebers bzw. des Bestellers vorgelegt werden).

Flankierend zur Dokumentationspflicht können die Vollzugsorgane dann auch Sanktionen wie zum Beispiel Anordnung eines Arbeitsunterbruchs ergreifen.

Die Neuregelungen soll im Parlament als dringlich behandelt werden, damit die Vorschriften noch dieses Jahr in Kraft treten können. Selbständigen Dienstleistungserbringern wird daher empfohlen, sich möglichst frühzeitig auf die Neuerungen einzustellen und die entsprechenden Vorkehrungen bei den Unterlagen zu treffen.

Zu beachten bei der Überprüfung der Selbständigkeit ist, dass für die Frage, ob eine Selbständigkeit gegeben ist, die Schweizer Kriterien und nicht die deutsche Definition maßgebend sind.
Mehr Informationen finden Sie unter diesem Link.

Kontakt:
Handelskammer Deutschland-Schweiz
auskunft@handelskammer-d-ch.ch

(Quelle: IHK-Newsletter April 2012)