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Ostbayern: Meister im Export

Regensburg (28.02.2012) - Rekordzahlen meldet die IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim beim Export. 2011 wurden Waren im Wert von 15,85 Milliarden Euro von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes aus dem IHK-Bezirk ins Ausland geliefert.

Das bedeutet eine Steigerung von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ostbayern entwickelt sich damit erheblich dynamischer als Bayern mit einem Plus von 6,5 Prozent und als der deutsche Export insgesamt.

Rekord trotz Eurokrise
„Die ostbayerischen Unternehmen punkten weltweit mit modernster Technik, gutem Design und kundenorientiertem Service“, erklärt IHK-Außenhandelsexperte Alfred Brunnbauer. Konjunkturexperten erwarteten wegen der Eurokrise im zweiten Halbjahr einen Einbruch. In Ostbayern war das Gegenteil der Fall. Im letzten Quartal 2011 nahm der Export nochmals deutlich zu. Das bestätigt auch Hendrik Schulz, bei Europoles in Neumarkt verantwortlich für das Exportgeschäft. Er räumt allerdings ein: „In Ländern wie Spanien und Griechenland sind wir nicht tätig.“

Hohe Zuwächse erzielten hiesige Unternehmen bei Exporten nach Österreich, in die Slowakei oder nach Frankreich. Bayerische Lieferungen in die schwächeren europäischen Nachbarländer nahmen deutlich ab. Außerhalb der Euro-Zone boomten Lieferungen der bayerischen Unternehmen in die Türkei und nach Russland mit jeweils einem Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wichtig für Bayerns Export war insbesondere China, mit einem Zuwachs von 28 Prozent.

Die Erwartungen der Unternehmen für das Auslandsgeschäft in diesem Jahr sind zwar etwas gedämpft, Fachleute rechnen aber dennoch mit einem Zuwachs. In den sogenannten BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China sind auch für 2012 die Geschäftsaussichten sehr positiv.

Mittelstand setzt auf Export
Einer jüngst erschienenen Studie des Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zufolge setzen vor allem Mittelständler weiterhin auf Export. Die Unternehmen kooperieren dabei häufig mit selbständigen Vertriebspartnern. Ein knappes Drittel nutzt im Ausland eigene Niederlassungen und Tochterunternehmen. Die Unternehmen mit ausländischer Repräsentanz bzw. Produktionsstätten weisen an ihren heimischen Standorten eine noch höhere Bereitschaft auf, neue Mitarbeiter einzustellen als in ihren ausländischen Betrieben. Daraus leitet der DIHK ab: Auslandsinvestitionen schaffen Arbeitsplätze in Deutschland und fördern damit den Standort. 34 Prozent der auslandsaktiven Unternehmen berichten, dass sie 2011 die Anzahl der Beschäftigten hierzulande deutlich ausbauten. Nur zehn Prozent reduzierten ihre Mitarbeiterzahl. Kritik üben die Unternehmen an immer mehr Bürokratie im Exportgeschäft – in Deutschland wie im Ausland.