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China erstmals wichtigster Handelspartner Bayerns

München (11.06.2012) - Dank einer deutlich gesteigerten Nachfrage nach weiß-blauen Produkten ist China zum wichtigsten Handelspartner des Freistaats aufgestiegen.

 

"Das zeigt die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen, die ihre Chancen auf den Weltmärkten optimal nutzen“, sagt Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil angesichts der vorliegenden Außenhandelsdaten für das 1.Quartal 2012 fest.

 

Der starke Exportzuwachs Bayerns mit China in Höhe von 19,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal konnte dabei sogar einen Rückgang der Importe (-8,7 Prozent) überkompensieren. Das Handelsvolumen (Exporte und Importe) des Freistaats mit dem Reich der Mitte liegt nun mit rund 7,1 Milliarden Euro knapp vor dem benachbarten Österreich und sogar deutlich vor den USA (rund 6,6 Milliarden Euro). „Auch im laufenden Jahr erwarte ich trotz des schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds weitere positive Impulse von der bayerischen Exportwirtschaft. Der Handelserfolg mit China ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Schwierigkeiten im europäischen Umfeld ausgeglichen werden können. Gleichzeitig waren unsere Unternehmen auch auf ihren angestammten Märkten sehr erfolgreich, insbesondere in den USA“, erläutert Zeil.

 

Nach den Daten der Außenhandelsstatistik hat sich die Exportdynamik im 1.Quartal 2012 wieder spürbar belebt. Die gesamten Ausfuhren des Freistaats stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,4 Prozent auf rund 41,5 Milliarden Euro. Der Zuwachs wird dabei vor allem von der Automobilindustrie (+7,4 Prozent), dem Maschinenbau (+12,9 Prozent) und den Produzenten chemischer Erzeugnisse (+11,7 Prozent) getragen. Diese In-dustriezweige machen zusammen bereits mehr als die Hälfte der bayerischen Exporte aus. „Dies zeigt, dass die Produkte unserer bayerischen Unternehmen optimal auf die Bedürfnisse ihrer Kunden aus aller Welt abgestimmt sind. Deswegen erwarte ich von der Exportwirtschaft auch im weiteren Jahresverlauf einen deutlichen Wachstumsimpuls“ kommentiert Zeil.

 

Das wichtigste Exportland Bayerns bleibt die USA mit einem Exportwachstum von 21,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (rund 4,3 Milliarden Euro). Auf Platz zwei liegt bereits China (rund 4,1 Milliarden Euro; +19,9 Prozent), gefolgt von Österreich (rund 3,4 Milliarden Euro; +4,2 Prozent). Die Ausfuhren in die gesamte EU-27 erzielten nur ein leicht positives Wachstum (+2,3 Prozent; rund 22,3 Milliarden Euro). Hier macht sich die Euro-Schuldenkrise bemerkbar. Wie im vergangenen Jahr unterstreicht auch die Russische Föderation weiterhin ihre Bedeutung als Wachstumsmarkt (+19,4 Prozent; rund eine Milliarde Euro).

 

Bayerns Einfuhren stiegen im 1.Quartal 2012 um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 36,6 Milliarden Euro an. Dabei verteuerte sich der Importwert der eingeführten Rohstoffe um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die meisten Importe kamen dabei aus dem benachbarten Österreich (+0,6 Prozent; rund 3,6 Milliarden Euro), gefolgt von China (-8,7 Prozent; rund drei Milliarden Euro) und Italien (+6,0 Prozent; rund 2,6 Milliarden Euro), wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilte.